ARD-Mediathek mit fiktionalen Inhalten

Kern | Medienpolitik | Donnerstag, April 23rd, 2009

Auf prominentem Platze - direkt auf der Startseite der ARD-Mediathek - wurde in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass es das Reich-Ranicki-Biopic “Mein Leben” als Streaming gibt. Vom Tag der Ausstrahlung im Ersten (15. April 2009) an, war der TV-Film also - gemäß dem 7-Tage-Catch-Up-Modell - eine Woche lang zu sehen. Allerdings - und das mutet recht seltsam an - an den besagten Tagen nur jeweils von den Abendstunden bis 6 Uhr morgens. Der “HQ”-Stream indes bietet eine Bandbreite, die noch genügt, um den Film als Vollbild auf dem Computerbildschirm zu betrachten. Nachdem die ARD-Mediathek in ihren Anfängen ganz ohne fiktionale Inhalte auskam, tut sie es dem ZDF nun gleich. Das Zweite Deutsche Fernsehen hält selbst TV-Großereignisse wie den “Krupp”-Dreiteiler für interessierte Zuschauer sieben Tage (ab Ausstrahlungstermin im linearen Fernsehen) online bereit.

Lesetipp: ARD, ZDF, Onlineangebote, und jede Menge Stress…

Kern | Medienpolitik | Samstag, Juli 12th, 2008

Viel ist darüber geschrieben worden. Und jeden Tag wird es mehr. Die Onlineaktivitäten von ARD und ZDF, und überhaupt: die Grenzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Zwar ist nicht jeder so pessimistisch wie die FAZ und spricht von der “Enteignung der freien Presse” (Michael Hanfeld am 22.06.08), die forciert wird. Dennoch: die Zeichen stehen auf Sturm und es wird immer deutlicher, dass Grundsätzliches - und damit auch den Rundfunkstaatsvertrag Betreffendes - endlich einmal geregelt werden muss.
Wer sich bezüglich dieser Thematik mit jeder Menge Halbwissen schmücken kann, aber noch nie wirklich Vor- und Nachteile der (Online-)Präsenz von ARD und ZDF abgewägt hat, der möge den Beitrag “Virtualienmarkt - Was sollen die Öffentlich-Rechtlichen im Internet?” des Diplom-Medienberaters Robin Meyer-Lucht bei perlentaucher.de lesen. Er bietet einen wertvollen und gut strukturierten Einblick in die derzeitige sehr komplexe Diskussion.

Ekkehard Kern

Bayern 3 ist wieder frecher: Start der “Frühaufdreher”

Kern | Radio & Podcasting | Montag, Mai 26th, 2008

Bei Antenne Bayern in Ismaning dürfte man heute genau zugehört haben. Dem Konkurrenten. Denn die Nummer 2 in Bayern hat heute seine neue Morningshow gestartet, die auch gleich mal erfrischend anders klingt als das, was die letzten Jahre über geboten wurde. Das fängt beim Titel an: “Die Frühaufdreher” kann wohl als durchaus innovativer “Bayern 3 - Die Morningshow”-Ersatz angesehen werden, und Moderatoren und Jingles können auf ganzer Linie überzeugen. Bayern 3 ist mit dieser Sendung wieder frecher geworden. Ein bisschen so wie früher. Zu verdanken ist dies wohl in erster Linie dem Zugpferd der Frühaufdreher, Marcus Fahn. Schon einige Radiojahre hat der auf dem Buckel, ist aber nachwievor extrem beliebt - ob in Bayern (zuletzt wieder bei Antenne Bayern), im hohen Norden (NDR), oder im Rheinland (WDR). Aber auch Claudia Conrath und Bernhard Fleischmann sind erste Wahl. Die Idee der Dreiermoderation war eine gute. Jeder hat seine Rolle (Fahn der FCN-Fan, Conrath, die tüchtige Hausfrau, und Fleischmann, der “Verrückte”) und das kommt meist auch noch sehr natürlich rüber.
Auch inhaltlich hat man sich einiges einfallen lassen beim Münchner Sender. So gibt es die sog. “Verhörhammer”, nicht-deutschsprachige Songs, die scheinbar witzige deutsche Textpassagen enthalten. So hört ein Bayern-3-Hörer in Enigmas “Sadeness” “Anneliese, popel nicht”. Klingt lustig, und ist es auch! Außerdem gibt es noch den “Showshredder”, in den Meldungen geworfen werden, die “das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind”. Damit das Ganze auch unterhaltsam ist, werden die Nachrichten natürlich vorher zum Besten gegeben.
Zum Start der neuen Show ruft dann auch gleich im Rahmen der Comedy mal der “Kaiser” Franz Beckenbauer an und gratuliert herzlich. Ebenso begeisterte Hörer von Bayern 3, die dem neuen Team samt Sendung alles Gute wünschen.
Auch Servicethemen sind in der Fläche vorhanden. So geht es z.B. um alternative Energien und Tipps, wie sich Verbraucher evtl. gegen den steigenden Gaspreis wehren können.
Fazit: Den Machern ist es gelungen, eine Show komplett zu renovieren. Geradezu beängstigend mutet das an, wenn man bedenkt, dass der Bayerische Rundfunk nicht gerade ein Innovationsweltmeister ist. Jetzt bleibt die Frage, ob Antenne-Bayern-Hörer gewonnen werden können. Das bayerische Flagschiff “Guten Morgen, Bayern” mit Wolfgang Leikermoser, Arlett Drexler, und dem Verkehrsexperten Christian Franz ist derzeit noch unerreichbar quotenmäßig in Führung. Ob dieser Vorsprung auch qualitativer Natur ist, mögen Hörer selbst entscheiden. Man darf auf die nächste Mediaanalyse Radio gespannt sein…

Ekkehard Kern

Bayern 3 startet neue Morningshow

Kern | Radio & Podcasting, Interessantes | Montag, Mai 26th, 2008

Heute, 26. Mai 2007, um 5 Uhr wird das bayerische Radioprogramm Bayern 3 seine neue Morningshow “Die Frühaufdreher” starten. Neben Lady Claudia Conrath dürfte die neue dreiköpfige Crew vor allem Hörern des bayerischen Primus Antenne Bayern bekannt vorkommen. So wechselten mit Marcus Fahn und Bernhard Fleischmann zwei ehemalige “Antenne”-Moderatoren zum öffentlich-rechtlichen Mitbewerber. Fahns Ausstieg bei Antenne Bayern hatte in der Branche zuletzt für Aufsehen gesorgt. Neben ihm haben zuletzt auch Katrin Müller-Hohenstein und Stefan Parrisius dem Privatsender den Rücken gekehrt.

Die Frühaufdreher
Quelle: bayern3.de.

ARD-Mediathek online

Kern | Radio & Podcasting, Interessantes | Dienstag, Mai 13th, 2008

Nun ist es endlich soweit: die ARD-Mediathek ist offiziell online und in die Onlineangebote der ARD integriert. Unter www.ardmediathek.de lässt sich ab sofort ein Großteil des Outputs der öffentlich-rechtlichen Arbeitsgemeinschaft finden. Von “Tagesschau” bis SWR-Medienmagazin, von BR-Audio bis WDR-Video ist alles unter einem Dach. Ein Blick dahin lohnt sich. Im Übrigen ist dieses Portal wohl genau das, was VPRT, also die Privatmedien, verhindern wollten. Soviel Spielwiese, ob das noch “programmbegleitend” zu nennen ist? Zu allem Übel ist der Infokanal EinsExtra nebenbei den Konkurrenten N24 und n-tv gefährlich nahe gekommen. Man darf gespannt sein, wie sich alles weiterentwickelt. Der Zuschauer jedenfalls profitiert bis jetzt. Irgendwas kann am System dann doch nicht ganz falsch sein…

DasErste-Mediathek ist online, ARD-Mediathek lässt weiter auf sich warten

Kern | Radio & Podcasting, Interessantes | Samstag, Mai 10th, 2008

ARD-Mediathek
Quelle: mediathek.daserste.de/daserste/servlet/

Die Mediathek des Ersten Deutsches Fernsehens, die “Das Erste Mediathek”, ist online gegangen und ab sofort unter mediathek.daserste.de zu erreichen.
Im Gegensatz zu Konkurrenzangeboten wie RTLnow, maxdome (ProSiebenSat.1, allerdings meist kostenpflichtig) und der ZDF Mediathek macht die neue Mediensammlung einen sehr aufgeräumten, übersichtlichen Eindruck. Eingeteilt ist sie in die Rubriken “Sendungen A-Z”, “Top Videos”, “Themen”, “Kalender” (Übersicht über Live- und Streamingangebote) und “Podcast”. Wer dann nochimmer nicht das Passende gefunden hat, kann die Suche bemühen.
Angeboten werden die Streams als Flash Video und Windows Media Video, jeweils wahlweise für langsame (Modem/ISDN) und schnelle (DSL) Verbindungen.
Die das gesamte ARD-Angebot, also auch das der Dritten Programme, umfassende ARD-Mediathek lässt weiter auf sich warten. Allerdings ist eine “Testversion” unter www.ardmediathek.de/ard/servlet zu erreichen.

Sat.1 mit neuem On-Air-Design

Kern | Medienpolitik, Interessantes | Dienstag, März 18th, 2008

Gestern war es endlich soweit. Das neue Logo von Sat.1 ging mitsamt neuem Design on Air. Schon einige Wochen war es auf diversen Medienmagazin-Webseiten umhergegeistert. Doch keiner wusste wirklich, wann es endlich auf den Fernsehschirmen einschlagen sollte. Sat.1 ist in den letzten Jahren nicht unbedingt durch extraorbitante Quoten aufgefallen, schlimmer noch: der Sender scheint seit geraumer Zeit ein Identitätsproblem zu haben. Zwar stand das Bällchen immer irgendwie für “Familiensender”, aber die besonders familienfreundlichen deutschen Produktionen sind anscheinend immer schwieriger an den Mann zu bringen. Während RTL mit seiner “CSI-isierung” (Begriff von Roger Schawinski, Ex-Sat.1-Geschäftsführer) durch Importware en masse oft erstaunliche Erfolge einfuhr - und noch immer fährt -, blieb Sat.1 das Sorgenkind der großen Privaten in Deutschland. Grund genug also, um mal wieder alles anders zu machen. Was wäre da geeigneter als der Abschied vom schon immer etwas unentschlossen wirkenden Logo back to the roots: der neue Ball ist einfacher denn je, diesmal modern ganz in weiß, und effektiv. Das neue Design wirkt sehr aufgeräumt.

Außerdem wurde der hauptsächlich für die Sendermisere verantwortliche Vorabend neu strukturiert. Am auffälligsten wohl die Neupositionierung der Sat.1 Nachrichten (nicht mehr “Sat.1 NEWS”) um 20 Uhr - als direkter Konkurrent zur ARD-”Tagesschau” und den RTL2-News. Zuvor um 19.30 Uhr das “Sat.1 Magazin”.

Man darf gespannt sein, ob der vor einigen Monaten abgeschaffte Claim “Sat.1 zeigt`s allen” bald doch wieder guten Gewissens eingeführt werden kann. Zu wünschen wäre es den Verantwortlichen.

Ekkehard Kern

zoomer.de im Fokus

Kern | Medienpolitik | Freitag, Februar 29th, 2008

Jetzt haben wir es also: zoomer.de, das Web-Portal, das nach eigener Aussage “Nachrichten macht”. Das ist an und für sich nichts Neues. Die Herangehensweise hingegen schon. Denn in bisher in Deutschland nicht gekanntem Ausmaß wird der User - Web-2.0-deutsch für “Anwender” - in den Prozess des sogenannten Agenda Settings miteinbezogen. Das heißt, die Wertigkeit einer Nachricht/Meldung errechnet sich sowohl aus deren Relevanz/Interesse für die User, als auch aus deren Aktualität (von der zoomer.de-Redaktion bewertet). Anhand einer Skala mit maximal fünf blauen und max. fünf grünen Punkten, die den jeweiligen Wert der beiden oben genannten Faktoren widerspiegeln, wird ersichtlich, welchen Nachrichten ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird. Diejenigen mit der höchsten Punktwertung werden anderen vorangestellt, werden wahrscheinlicher zum “TOP”-Thema.

Das Anliegen von zoomer.de ist es dabei, “die Professionalität einer Nachrichtenredaktion mit dem gesammelten Wissen und der kollektiven Intelligenz der Web-Community zu verknüpfen,” (zoomer.de vom 19.02.08). Ein idealistisches Anliegen. Zweifelsohne. Dennoch muss man sich - betrachtet man die grassierende Demokratisierungswelle im “Web 2.0″ - manchmal fragen, ob die Idee von der Integration der Nutzer überhaupt das Maß aller Dinge ist. CNN gab kürzlich sein Portal “iReport” frei, in dem prinzipiell jeder die Möglichkeit hat, Ereignisse per Video-Upload zu kommentieren. Doch welche Art von Relevanz ist gemeint, wenn John Doe aus Connecticut seine Gedanken über die Präsidentschaftswahlen loswird? Noch dazu, wenn er das aus sicherer Distanz tut - dem Fernsehsessel! Fürwahr, noch immer macht man sich mit konservativen Gedanken als junger Mensch nicht unbedingt Freunde. Und wenn es um das Heiligtum der Liberalen Gemeinde - das Internet - geht, schon gar nicht.

Doch zurück zu zoomer.de. Neben den reinen Nachrichten, die oftmals mit Auszügen aus den geposteten User-Kommentaren garniert sind (getreu dem zoomer.de-Motto, dass die Trennung zwischen redaktionellen Beiträgen und User-Kommentaren aufgehoben ist), gibt es auch die “Meinungsmacher”-Kolumne. Das ist der Part des Webportals, der wohl am jugendlichsten sein soll, aber meist eher plakativ bis dümmlich anmutet: ob Wladimir Kaminer (hauptsächlich bekannt durch seinen Bestseller “Russendisko”; das dazu passende T-Shirt trägt er übrigens im Kommentar-Video) darüber palavert, dass Russen irgendwie immer auf Neues abfahren, oder zoomer.de-Mitherausgeber Ulrich Wickert sich vor der Webcam über Heuchelei (im Bezug auf die Steueraffäre Liechtenstein) echauffiert - es klingt immer irgendwie gestelzt. Ein sehr passender Kommentar stammt von User “Rob Vegas”, der Wickert gerne lieber wieder bei den ARD-”Tagesthemen” sähe als auf zoomer.de und anmerkte: “Mr Tagesthemen ist für mich ja auch Herr Wickert und nicht Ulli73, welchen ich fortan mit smileys grüße.” Gut, die Eitelkeit eines Uli Wickert ist eine Sache, aber leider eben auch nicht das einzige, was an dieser Rubrik zu mokieren wäre. Und überhaupt stellt sich die Frage: warum braucht ein angeblich so demokratisches Portal überhaupt Meinungsmacher? Die sind doch voll undemokratisch, wie jeder in der angepeilten Zielgruppe weiß. Und konservativ dazu. Auch uncool (siehe oben). Schließlich haben die “Tagesthemen” die schon - wenn auch als “Kommentar” deklariert - seit vielen Jahren.
Nicht nur hier wird deutlich, wie schwierig es ist, sich ernsthaft und souverän von der Konkurrenz abzugrenzen. Zumal, wenn die aus allen Rohren schießt und zu verhindern sucht, dass sich neue Portale überhaupt erst etablieren. So jüngst geschehen und prächtig im zoomer.de-eigenen Blog “Innenleben” dokumentiert, Nachzulesen ist die Schelte für den “Spiegel” und Lob für all diejenigen, die sich bemüht haben, ehrlich zu kommentieren und zu recherchieren.

Zoomer.de hat recht, wenn es anmerkt, dass es nicht perfekt ist. Dennoch ist es interessant. Mein persönliches Lieblingsportal wird es wohl nie, aber den ein oder anderen Blick werde ich weiterhin darauf werfen. Und mich amüsieren, wenn das eine oder andere etablierte Printmedium sich und seine Onlineinhalte demnächst neidisch zu verteidigen sucht. In gewisser Weise ist zoomer.de nämlich wirklich ein Vorreiter: im Mutigsein und Ausprobieren.

Ekkehard Kern

Originalität, 24 Stunden live “TruemanTV”, und die Mogelpackung “Web 2.0″

Kern | Interessantes | Sonntag, Januar 27th, 2008

Truman Burbank hieß die Figur, die Regisseur Peter Weir 1998 mit seinem Film “The Truman Show” weltberühmt machte. Wie immer man den Film auch lesen möchte, eine gewisse Medienkritik wird wohl jeder Zuschauer vernommen haben.
10 Jahre später. Die neue “Truman Show” heißt jetzt “TruemanTV” und kommt aus Deutschland. Und der Mann, der vor der Kamera sein Leben gierigen Blicken preisgibt, ist ein junger Mann: Marcel Kotzur aus Berlin, 24 Jahre, Realschulabschluss, Lieblingsessen “Saure Eier von der Oma”.

Seit nunmehr 132 Tagen verfilmt er sein Leben - live. 24 Stunden am Tag. Stets ausgestattet mit einer dezenten Videocam und einer Verbindung ins Internet, streamt Marcel in unendliche Weiten. Gut, bisher sind es meist nur um die 50 Zuschauer, die regelmäßig dabei sind, aber für ihn scheint allein die Idee zu zählen. Und später der Bauernhof. Den möchte der Berliner - wenn erst einmal genug Geld mit der Video-Idee verdient ist - zusammen mit seinen Freunden bewohnen.

“Warum tut ein Mensch so etwas?”, mag sich mancher fragen. Exhibitionsmus ist eine und womöglich die einfachste Erklärung. Denn es sind viele andere Eigenschaften, die viele User des WWW heute auszeichnet. So werden bei Social Communities, wie Facebook oder StudiVZ, auf freiwilliger Basis privateste Daten offengelegt. Und das von Hunderttausenden, gar Millionen Menschen. Dass der Aufschrei, wenn es um “Datenklau”-Strategien von Global Playern geht, groß ist, verwundert da wenig. Dennoch wird munter weitergestreut. Da `ne Telefonnummer, dort `ne Adresse. Ganz open-minded.

Marcels Selbstcharakterisierung auf der Website www.trueman.tv scheint ebenso oberflächlich wie sie tief blicken lässt: “extrovertiert, kontaktfreudig, selbstbewusst, …” findet er sich. Und mit ihm wohl all die, die gerne online Kontakte suchen. Während große Unternehmen sich um ihre Corporate Identity sorgen, ist die “Personal Identity”, das “Persönliche Image” heute scheinbar das Maß aller Dinge: wer nicht kontaktfreudig ist, beschreibt sich einfach als so. Irgendwer wird`s schon glauben - und anbeißen. Und überhaupt ist die Wahrheit schon lange kein gern gesehener Gast mehr. Wenn`s um den schnöden Mammon geht, dann hat der, der am meisten auffällt, gute Chancen, einen Teil vom großen Kuchen abzubekommen. Da eckt man gerne mal an, oder versucht es, “verstört” mit Onlinevideos in “Big Brother”-Optik.

Überhaupt ist diese Diskussion über Selbstinszenierung schon längst eine über Coolness an sich. Höchst soziologisch und schon wieder an das allgegenwärtige “Web 2.0″ erinnernd, das eben geradezu die post-postmoderne Antwort auf Coolness zu geben scheint. Dabei wird eine Frage viel zu wenig gestellt: was ist eigentlich Originalität? Ein Tipp: Das ist das, was mit Neuem zutun hat.

Mögen noch viele derartige Projekte wie das von Marcel die Welt erfreuen. Interessant sind sie allemal. Mehr aber auch wirklich nicht.

Ekkehard Kern

Offizielle Website TruemanTV


Quelle: YouTube.com (Titel: Truman Trailer, User: Elyrion2)

digitaler-rundfunk.at informiert Österreicher über TV-Empfang

Kern | Medienpolitik | Mittwoch, Januar 23rd, 2008

Die übersichtlich gestaltete Website digitaler-rundfunk.at ist ein Projekt der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) und soll umfassend über derzeit verfügbare Empfangsmöglichkeiten von Fernsehen informieren. Auch wird mit der weitverbreiteten Auffassung, IP-TV sei dasselbe wie Web-Streaming oder Video-on-Demand (VoD) aufgeräumt. Der ORF tischt nachwievor unter iptv.orf.at seine Streams als “IP-TV” auf.

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